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Interview mit Sylvia Zenerino

Aus der Jugendarbeit am Steinhügel in Heven ist die Powerfrau mit der kaum zu bändigenden dichten Haarpracht nicht mehr wegzudenken. Seit 2001 betreut die ehemalige Presbyterin ehrenamtlich Kinderflötengruppen, bietet während der Schulferien mehrtägige Mal- und Laubsägeworkshops an und gibt Familiengottesdiensten mit ihren Flötengruppen einen besonderen Rahmen. Ihr unkompliziertes Wesen, ihr Humor und ihre Zuverlässigkeit werden von Groß und Klein geschätzt.Die 51jährige Mutter von 2 Kindern wurde in Witten geboren und lebt seit 40 Jahren in Heven. Seit 2006 arbeitet Sylvia Zenerino an der Dorfschule als Betreuerin bei den AWO KidS.

 Welchen Beruf haben Sie eigentlich erlernt?
Ich bin gelernte Industriekauffrau und  habe bis zur Geburt meines Sohnes Marko 16 Jahre in diesem Beruf gearbeitet.

Wie kamen Sie auf die Idee einen Flötenkurs anzubieten?
Als Kind habe ich einige Jahre Flötenunterricht gehabt und es meiner Tochter Mara auch beigebracht. Dabei ist mir die Idee gekommen, auch anderen Kindern Flötenunterricht zu erteilen. Mittlerweile sind daraus 6 Flötengruppen entstanden: die Sonne-, Mond-, Sterne-, Sternschnuppe-, Wolken- und Regenbogengruppe. Die Namensgebung der Gruppen ist durch das Lied „Sonne, Mond und Sterne“, das die Kinder als erstes erlernen, entstanden.

 Ist die Nachfrage groß für einen Flötengruppenplatz?
Ja, ich habe immer eine Warteliste.

Spielen Sie noch andere Instrumente? 
Mit 40 habe ich Gitarrespielen erlernt, mit 50 Saxophonunterricht angefangen. Beide Instrumente setze ich als Begleitung bei dem Flötenspiel der Kinder ein. Ich habe festgestellt, dass es die Kinder motiviert, wenn sie sehen (und hören), dass ich mit dem Saxophon noch so meine Schwierigkeiten habe und wie sie noch üben muss.

Wie gestalten Sie neben Beruf und Gemeindearbeit Ihren Alltag?
Ich fahre gern weite Strecken Fahrrad, im Jahr etwa 3.600 km. Vor einigen Wochen haben wir einen 5 Monate alten Schäferhund aufgenommen, Daimon, ein „Trennungsopfer“ nach der Scheidung der Vorbesitzer. Mein Mann ist mit Hunden groß geworden und hat sich nun einen längst gehegten Wunsch erfüllt. Jetzt sieht unser Alltag ganz anders aus. Bei Wind und  Wetter geht es mit dem Hund raus. Die aktuelle Möbel-Modefarbe Weiß kommt seither für uns nicht mehr in Frage (sie lacht), es reicht, wenn der Hund weiß ist. Ansonsten lese ich viel und gern, bevorzuge den Norden als Urlaubsreiseziel und freue mich, wenn es uns gelingt mit der ganzen Familie einen Spieleabend durchzuführen.

GESPRÄCH
Karin Trampisch

 

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letzte Aktualisierung dieser Seite: 11-11-08
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