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Diakonin Regina Kühn
Wer
bemerkt seine
eigenen Fehler?
Sprich
mich
frei von
Schuld,
die
mir nicht bewusst
ist!
(Psalm 19,13)
2 + 2 = 5 – FALSCH
!
Jeder Mensch macht Fehler! Denken Sie bloß mal
an die Schulzeit zurück.
Auch ich mache Fehler.
Manchmal tue ich Dinge,
die für Gott nicht in Ordnung sind und die letztlich
viel schwerwiegender sind, als das falsche Ergebnis
einer Rechenaufgabe oder ein Fehler in der
Rechtschreibung. Schlimm sind die Fehler,
die wir häufig im Verhalten mit anderen machen.
Wie oft z. B. sehe ich nur meine Vorteile und stelle
meine eigenen Wünsche in den Vordergrund
gegenüber jemandem, der Hilfe nötig hätte?
Das mache ich mir viel zu selten bewusst.
Die verborgenen Fehler
spricht der Psalmbeter
im Monatsspruch für den Oktober an. David vergleicht
in Psalm 19 die Gebote Gottes mit gewaltigen Bildern.
Damit drückt er seine Wertschätzung aus.
Er will sich von ihnen warnen lassen
und Gott soll ihn durch sie beschützen.
Und gleichzeitig
vertraut er darauf,
dass Gott ihm auch die Schuld vergeben möchte,
die ihm selbst nicht bewusst ist.
Es ist gut zu wissen,
dass Gott uns unsere Fehler vergibt,
ja sie sogar weit von uns nimmt. Sogar die Fehler,
die wir nicht sehen. Dennoch sollten wir wie David
Unseres dazu tun: unsere verborgenen Fehler suchen,
erkennen und vermeiden. Dies können wir
wie bei den Schulaufgaben täglich üben
und so an unseren Fehlern letztlich wachsen.
Will Gott denn dann wohl
fehlerlose Menschen?
Gott braucht keine fehlerfreien Menschen.
Perfekt werde ich erst im Himmel sein. Hier auf der Erde
darf ich mich als Christ weiter entwickeln. Denn ich weiß,
es gibt da jemanden, der ist bereit,
mich von meinen Sünden freizusprechen.
Dieser Psalm zeigt uns,
dass wir in unseren Herzen
von Zeit zu Zeit etwas mehr Platz schaffen sollten
für unseren Glauben an den Auferstandenen,
damit unsere Bekenntnisse nicht nur Lippenbekenntnisse
bleiben, sondern unser Handeln in Einklang steht
mit den Geboten Gottes. Dies ist die versprochene
Vergebung unserer Sünden, für die wir dankbar sind.
Wir dürfen für so
Vieles dankbar sein,
nicht nur für einen verständnisvollen Vater.
Die Gelegenheit dazu haben wir gerade an dem
vor uns liegenden Erntedankfest.
Dazu wünsche ich uns allen den Segen Gottes.
Regina Kühn
Gemeindepädagogin und Diakonin
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