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Interview mit Andreas Knorr

Eigentlich wollte er Lehrer werden. Aber in Zeiten des damaligen Lehrerüberschusses brach Andreas Knorr das Studium ab und begann etwas anderes. Heute arbeitet der 45jährige Vorsitzende des Bevollmächtigtenausschusses der Ev. Tinitatis-Kirchengemeinde als Betriebswirt bei den HDI-Versicherungen. Dort befasst sich der zweifache Vater an seinem Arbeitsplatz in Hannover hauptsächlich mit IT-Projekten und IT-Controlling.

Wie schaffen Sie es, von Hannover aus Ihren Aufgaben in der Gemeindeleitung nachzukommen?
Das ist in der Tat aufwendig. Viele Gespräche laufen über Telefon. Mit Gerd Pohlmann telefoniere ich z.B. mehrmals die Woche morgens. Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Kirchmeistern und der stellvertretenden Vorsitzenden ist Voraussetzung, auch die Bereitschaft der Bevollmächtigten, Termine auf das Wochenende zu legen, wenn ich zu Hause in Heven bin.

 Sie sind im Januar erneut in Ihrem Amt als Vorsitzender der Kirchengemeinde bestätigt worden. Wie beurteilen Sie den gegenwärtigen Stand der Vereinigung?
Positiv! Einige Ziele sind erreicht worden, einiges hat länger gedauert als erhofft. Einiges muss noch erarbeitet werden. Es gibt durchaus Stimmen, die behaupten, die Fusion der Gemeinden sei gescheitert. Ich persönlich - und da stehe ich nicht allein - teile nicht diese Ansicht. Es sind viele kleine Annäherungen zwischen den Standorten zu erkennen.

Das Gemeindezentrum an der Krone musste dabei auf der Strecke bleiben.
Das war eine wirklich schwere Entschei dung. Der Beschluss basiert auf den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und ließ sich  nicht abwenden. Wir müssen uns nun darauf konzentrieren, eine geeignete Infrastruktur für die beiden verbleibenden Standorte langfristig zu sichern. Einladende Gemeinden mit profilierter Schwerpunktarbeit, mit Gottesdiensten, die Menschen anlocken, Gottes Wort zu hören. Mit Lektorinnen und Lektoren, die auch mal am anderen Standort die Lesung halten. Mit den traditionellen Gottesdiensten in Heven oder bei „GoBrunch“ an der Sandstraße. Das ist ja das Tolle an Trinitatis, dass u.a. durch die Zusammenarbeit mit der Creativen Kirche ein unterschiedliches Arbeiten, dass Vielfalt in einer Gemeinde möglich ist. Obwohl ich mich in erster Linie natürlich als Hevener betrachte, kann ich mich auch sehr für die musikmissionarische Richtung der Creativen Kirche begeistern.

Was passiert mit den Kindergärten?
Der Kirchenkreis hat einen Trägerverband gegründet, dem alle Kindergärten übertragen wurden. Uns war dabei wichtig, dass die inhaltliche Begleitung der Erziehungsaufgaben weiterhin von der Gemeinde begleitet wird und dass den Mitarbeiterinnen keine Nachteile in Bezug auf ihren Arbeitsplatz entstehen.

 Im Frühjahr 2008 stehen die Neuwahlen des Presbyteriums an. Sind Sie als Kandidat dabei?
Ja.


GESPRÄCH
Karin Trampisch

trampisch@trinitatis.org

 

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Disclaimer

letzte Aktualisierung dieser Seite: 29-08-07
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