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Interview mit Martin Bartelworth
Ich
bin ein Generalist, kein Spezialist - so
beschreibt der 41jährige Leiter der
Creativen Kirche sich selbst. Bereits
als 13jähriger träumte
er davon, ein Café
neben der Kirche der Annener
Heimatgemeinde zu eröffnen. Diesen Traum hat der
Diplom-Sozialarbeiter, Diakon und seit 2 Jahren auch Prakt.
Betriebswirt, zusammen mit seinem Partner
in der Geschäftsleitung der Creativen Kirche, Ralf Rathmann, in
vielfältiger Weise umgesetzt.

Martin Bartelworth
Wie gelingt es Ihnen, den Spagat als
einerseits eigenständiger Verein „Creative Kirche“,
andererseits als Fusionspartner der ev. Trinitatis-Kirchengemeinde
zu bewältigen?
Mein Handeln und Tun richte ich nach dem Ziel aus, für die
Nachfolge Jesu zu werben. Strukturen und Kirchenordnungen sind
bestenfalls „irdische“ Hilfsmittel, nicht aber das Evangelium!
Sie teilen sich mit Ihrem langjährigen
Freund und Berufskollegen Ralf Rathmann die Geschäftsleitung der
Creativen Kirche als gleichberechtigte Geschäftsführer. Gibt es
da mitunter Reibereien?
Ralf und ich kennen uns seit über 20 Jahren, haben beide eine
ähnliche Sicht, Ausrichtung,
und ergänzen uns gegenseitig. So eine intensive Partnerschaft,
auf die man sich zu 100 % verlassen kann, ist ein Geschenk. Wir
unterstützen, tragen und korrigieren uns.
Wo
setzen Sie Ihre Schwerpunkte?
Theologie, Wirtschaftlichkeit und soziales Engagement, dieser
Dreiklang ist mir wichtig. Als Kirche haben wir den größten
Schatz, nämlich den Glauben, der Antrieb sein sollte und der zu
Gott und in die Menschlichkeit führt. Glauben und Leben gehören
zusammen.
Sind
Sie verheiratet?
(lacht) Ja, mit Lena, einer Tierärztin. Wir haben einen Hund
„Muffin“, ein Pferd „Merlin“ und 26 Zierfische.
Wo
haben Sie Ihre Frau kennen gelernt?
Während eines „Chor und Quer“-Projektes, dem Vorläufer der
Creativen Kirche. Das liegt schon über 10 Jahre zurück.
Damals
saßen Sie noch regelmäßig am Klavier. Heute sieht man Sie dort
eher selten.
Das stimmt. Wir holen uns für einen Gottesdienst gute Prediger
und Musiker – also bessere als ich - der Rahmen muss stimmen.
Gottesdienste sollen was kosten. Wichtig ist, dass die Leute etwas
damit anfangen können.
Sind Sie ein zufriedener Mensch?
Ich bin ein glücklicher Mensch! Gesellschaftlich wünschte ich
mir mehr ehrenamtliche Verantwortung des Einzelnen für das Ganze.
Worauf freuen Sie sich?
Auf den geplanten Männer-Hausbooturlaub zu siebt an der
Mecklenburgischen Seenplatte im September.
GESPRÄCH
Karin Trampisch
trampisch@trinitatis.org
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