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Informationen aus dem Bevollmächtigtenausschuss

Bis zur nächsten regulären Presbyterwahl im Jahr 2008
wird die Trinitatis-Kirchengemeinde Witten von einem
sog. Bevollmächtigtenausschuss geleitet.


Andreas Knorr
(Vorsitzender)


Wilhelm Bohnet
(Finanzkirchmeister)


Gerd Pohlmann
(Baukirchmeister)


Martin Bartelworth


Christina
Böckmann-Günter


Ursula Boyer


Otto Kast


Norbert Klemz


Elsbeth Lange


Paul-Gerhard Milewski


Christa Nagel


Ralf Rathmann


Pfarrerin
Christine Engelsing


Pfarrerin
Heike Oberwelland


Pfarrer
Christian Uhlstein


Pfarrerin
Barbara Plümer

 

 Nach der Gemeindeversammlung

Auf einer Gemeindeversammlung am 11.2. wurde die Gemeinde über die aktuelle Situation und die aktuellen Probleme informiert. Der Schwerpunkt der anschließenden, teilweise sehr emotionalen Diskussion, war die Zukunft  des Gemeindezentrums Oberkrone.

In der Sitzung im Januar haben die Bevollmächtigten beschlossen: „Das Zentrum Oberkrone/Auferstehungs- kirche wird aus wirtschaftlichen Gründen zum 31.12.2007 als Gemeindezentrum / Kirche der Evangelischen Trinitatis-Kirchen­ gemeinde Witten geschlossen. Die Gemeindeleitung ist offen für eine alternative Nutzung in einem anderen kirchlichen Rahmen. Vorsitz und Kirchmeister werden beauftragt ein Schließungskonzept vorzulegen und umzusetzen.“

Nach langer Diskussion musste dieser Beschluss jetzt erfolgen. Die Untersuchung der Alternativen in Verantwortung der Gemeinde haben kein tragfähiges Konzept für den weiteren Betrieb erarbeiten können. In den Gemeindebriefen des letzten Jahres und auf den Gemeindever­ sammlungen wurden die Gründe für die Schließung erläutert.

Die Entscheidung wird an vielen Stellen nicht gerne akzeptiert. Viele sind wütend oder traurig oder entsetzt oder alles zusammen. Auch die Menschen in der Gemeindeleitung hätten eine andere Lösung besser gefunden.

Es gibt derzeit Initiativen, das Zentrum in anderer Form mit veränderter Nutzungsstruktur weiterzuführen. Es wurde bereits in der Beschluss- formulierung versucht deutlich zu machen, dass eine andere Form kirchlicher Nutzung begrüßt werden würde. Die derzeitigen Aktivitäten werden deshalb auch von Seiten der Kirchengemeinde und des Kirchenkreises positiv begleitet.

Kindergarten Oberkrone 

Im Dezember wurde die Trinitatis- Kirchengemeinde offiziell darüber informiert, dass auf Grund der von der Stadt ab 2009 prognostizierten Bedarfszahlen für Kindergartenplätze zunächst eine Gruppe des Kindergarten Oberkrone ab Sommer 2007 schließen sollte. Die gesamte Einrichtung sollte dann bis 2009 geschlossen werden. Zwar ist die Gemeinde hier Träger und damit Entscheidungsinstanz, diese Entscheidung hängt aber stark von den Zuschüssen ab, die von Staat und Kirchenkreis für eine Kindergarten­ einrichtung festgelegt werden.

Der Kirchenkreis hat auf Grundlage der Verabredung mit der Stadt Witten entschieden, den Trägeranteil für die dritte Gruppe aus den dazu zur Verfügung stehenden Kirchensteuermitteln zu streichen. Nach vielen Gesprächen zwischen Kirchenkreis und Stadt, nach den Initiativen von Eltern und auf Grundlage der derzeit hohen Anmeldezahlen für den Kindergarten Oberkrone hat die Stadt nun zugesagt, den Trägeranteil für das nächste Kindergartenjahr zu übernehmen. Die Einrichtung wird also auch zum nächsten Kindergartenjahr in allen drei Gruppen weitergeführt werden können.

Kindergarten-Trägerverbund

Ab Sommer dieses Jahres wird es einen Trägerverbund für Kindergärten auf Kirchenkreis-Ebene geben. Dies hat die Kreissynode unseres Kirchenkreises am 10.3. so entschieden. Damit können Kirchengemeinden die Trägerschaft an diesen Verbund übertragen. Ziel ist es, auf der größeren Basis des Verbundes vor dem Hintergrund der in den nächsten Jahren auf uns zu kommenden Diskussion um die Schließung von Einrichtungen bessere Möglichkeiten zur Beschäftigungs- sicherung für die Mitarbeitenden in den Kindergärten zu haben. Darüber hinaus sollen Organisation und Administration konsolidiert und damit professionalisiert werden.

Zwei Punkte sind hervorzuheben. Zum einen werden die Kirchengemeinden weiterhin inhaltlich mit „ihren“ Kindergärten zusammenarbeiten. Dies kann sogar verstärkt werden, da sie von den administrativen Tätigkeiten entlastet werden sollen. Und zum anderen werden die Mitarbeitenden der Einrichtungen durch den Übergang in den Trägerverbund arbeitsrechtlich nicht schlechter gestellt. Jede einzelne Mitarbeiterin nimmt ihre bestehenden Rechte mit in die neue Trägerschaft. Dazu gehören bisherige arbeits- vertraglich zugesicherte Arbeits- und Einsatzzeiten, die Anerkennung der Beschäftigungszeiten beim bisherigen Arbeitgeber, die Übernahme des Tarifvertrags BAT-KF und die Übernahme und Fortführung der Anwartschaften der Kirchlichen Zusatzversorgungskasse.

Die Gemeindeleitung hatte ihren Abgeordneten zur Kreissynode empfohlen, der Einrichtung des Trägerverbundes zuzustimmen und hat ebenso einen Tendenzbeschluss gefasst, dass sie nach Einrichtung des Verbundes ihre Kindergärten (Stein- hügel, Oberkrone und Sandstraße) in diesen überführen möchte.

Die letzten Monate waren eine sehr arbeitsintensive Zeit. Viele Themen mussten bearbeitet und entschieden werden. Zwei der Themen sind Schwerpunkt dieser Seiten.

Wenn Entscheidungen getroffen werden müssen, ist selbstverständlich, dass nicht immer alle einer Meinung sind. Aber vor dem Hintergrund der Situation unserer Kirchengemeinde sind solche Entscheidungen zu treffen, auch wenn diese nicht immer allen Beteiligten in der Gemeinde gefallen. Es ist nicht immer alles nur erfreulich.

Die Gemeindeleitung hat Verantwortung für die gesamte Gemeinde. Und diese Verantwortung versuchen wir wahrzunehmen. Was bei aller Trauer, Entschiedenheit in der Diskussion, Enttäuschung, auch Wut und Zorn, nicht untergehen darf, ist der gegenseitige Respekt. Den haben alle, die mit mir gemeinsam nach Lösungen suchen wollen, den möchte ich aber auch für die Mitglieder der Gemeindeleitung fordern wollen.

Andreas Knorr
Vorsitzender des
Bevollmächtigtenausschusses

knorr@trinitatis.org

 

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letzte Aktualisierung dieser Seite: 20-06-07
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