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Nach
der Gemeindeversammlung
Auf
einer Gemeindeversammlung am 11.2. wurde die Gemeinde über die aktuelle
Situation und die aktuellen Probleme informiert. Der Schwerpunkt der
anschließenden, teilweise sehr emotionalen Diskussion, war die
Zukunft des
Gemeindezentrums Oberkrone.
In der Sitzung im
Januar haben die Bevollmächtigten beschlossen:
„Das Zentrum Oberkrone/Auferstehungs- kirche wird aus wirtschaftlichen Gründen zum
31.12.2007
als Gemeindezentrum
/ Kirche der Evangelischen
Trinitatis-Kirchen
gemeinde Witten
geschlossen. Die Gemeindeleitung ist offen für eine alternative
Nutzung in einem anderen kirchlichen Rahmen. Vorsitz und
Kirchmeister werden beauftragt ein Schließungskonzept vorzulegen
und umzusetzen.“
Nach langer Diskussion musste dieser Beschluss jetzt erfolgen. Die
Untersuchung der Alternativen in Verantwortung der Gemeinde haben
kein tragfähiges Konzept für den weiteren Betrieb erarbeiten können.
In den Gemeindebriefen des letzten Jahres und auf den Gemeindever
sammlungen wurden die Gründe für die Schließung erläutert.
Die
Entscheidung wird an vielen Stellen nicht gerne akzeptiert. Viele
sind wütend oder traurig oder entsetzt oder alles zusammen. Auch
die Menschen in der Gemeindeleitung hätten eine andere Lösung
besser gefunden.
Es
gibt derzeit Initiativen, das Zentrum in anderer Form mit veränderter
Nutzungsstruktur weiterzuführen. Es wurde bereits in der Beschluss-
formulierung versucht deutlich zu machen, dass eine andere Form
kirchlicher Nutzung begrüßt werden würde. Die derzeitigen Aktivitäten
werden deshalb auch von Seiten der Kirchengemeinde und des
Kirchenkreises positiv begleitet.
Kindergarten Oberkrone
Im
Dezember wurde die Trinitatis- Kirchengemeinde offiziell darüber
informiert, dass auf Grund der von der Stadt ab 2009
prognostizierten Bedarfszahlen für Kindergartenplätze zunächst
eine Gruppe des Kindergarten
Oberkrone ab Sommer 2007 schließen sollte. Die gesamte
Einrichtung sollte dann bis 2009 geschlossen
werden. Zwar ist die Gemeinde hier Träger und damit
Entscheidungsinstanz, diese Entscheidung hängt aber stark von den
Zuschüssen ab, die von Staat und Kirchenkreis für eine
Kindergarten einrichtung festgelegt werden.
Der
Kirchenkreis hat auf Grundlage der Verabredung mit der Stadt Witten
entschieden, den Trägeranteil für die dritte Gruppe aus den dazu
zur Verfügung stehenden Kirchensteuermitteln zu streichen. Nach
vielen Gesprächen zwischen Kirchenkreis und Stadt, nach den
Initiativen von Eltern und auf Grundlage der derzeit hohen
Anmeldezahlen für den Kindergarten Oberkrone hat die Stadt nun
zugesagt, den Trägeranteil für das nächste Kindergartenjahr zu übernehmen.
Die Einrichtung wird also auch zum nächsten Kindergartenjahr in
allen drei Gruppen weitergeführt werden können.
Kindergarten-Trägerverbund
Ab Sommer dieses Jahres wird es einen Trägerverbund
für Kindergärten auf Kirchenkreis-Ebene geben. Dies hat die
Kreissynode unseres Kirchenkreises am 10.3. so entschieden. Damit können
Kirchengemeinden die Trägerschaft an diesen Verbund übertragen.
Ziel ist es, auf der größeren Basis des Verbundes vor dem
Hintergrund der in den nächsten Jahren auf uns zu kommenden
Diskussion um die Schließung von Einrichtungen bessere Möglichkeiten
zur Beschäftigungs- sicherung für die Mitarbeitenden in den
Kindergärten zu haben. Darüber hinaus sollen Organisation und
Administration konsolidiert und damit professionalisiert werden.
Zwei
Punkte sind hervorzuheben. Zum einen werden die Kirchengemeinden
weiterhin inhaltlich mit „ihren“ Kindergärten zusammenarbeiten.
Dies kann sogar verstärkt werden, da sie von den administrativen Tätigkeiten
entlastet werden sollen. Und zum anderen werden die Mitarbeitenden
der Einrichtungen durch den Übergang in den Trägerverbund
arbeitsrechtlich nicht schlechter gestellt. Jede einzelne
Mitarbeiterin nimmt ihre bestehenden Rechte mit in die neue Trägerschaft.
Dazu gehören bisherige arbeits- vertraglich zugesicherte Arbeits-
und Einsatzzeiten, die Anerkennung der Beschäftigungszeiten beim
bisherigen Arbeitgeber, die Übernahme des Tarifvertrags BAT-KF und
die Übernahme und Fortführung der Anwartschaften der Kirchlichen
Zusatzversorgungskasse.
Die
Gemeindeleitung hatte ihren Abgeordneten zur Kreissynode empfohlen,
der Einrichtung des Trägerverbundes zuzustimmen und hat ebenso
einen Tendenzbeschluss gefasst, dass sie nach Einrichtung des
Verbundes ihre Kindergärten (Stein- hügel, Oberkrone und Sandstraße)
in diesen überführen möchte.
Die
letzten Monate waren eine sehr arbeitsintensive Zeit. Viele Themen
mussten bearbeitet und entschieden werden. Zwei der Themen sind
Schwerpunkt dieser Seiten.
Wenn
Entscheidungen getroffen werden müssen, ist selbstverständlich,
dass nicht immer alle einer Meinung sind. Aber vor dem Hintergrund
der Situation unserer Kirchengemeinde sind solche Entscheidungen zu
treffen, auch wenn diese nicht immer allen Beteiligten in der
Gemeinde gefallen. Es ist nicht immer alles nur erfreulich.
Die
Gemeindeleitung hat Verantwortung für die gesamte Gemeinde. Und
diese Verantwortung versuchen wir wahrzunehmen. Was bei aller
Trauer, Entschiedenheit in der Diskussion, Enttäuschung, auch Wut
und Zorn, nicht untergehen darf, ist der gegenseitige Respekt. Den
haben alle, die mit mir gemeinsam nach Lösungen suchen wollen, den
möchte ich aber auch für die Mitglieder der Gemeindeleitung
fordern wollen.
Andreas Knorr
Vorsitzender des
Bevollmächtigtenausschusses
knorr@trinitatis.org
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