Stellen
Sie
sich vor,
es
ist
Auferstehung
und keiner
geht hin.

Pfarrerin Heike Oberwelland
Liebe
Gemeindeglieder!
Stellen Sie sich vor, es
ist Auferstehung
und keiner geht hin!
Diese Aussage, einem
Satz aus den friedensbewegten Achtzigern nachformuliert, wirft die Frage
auf:
Warum sollte niemand hingehen?
Wer oder was hindert uns?
Ich denke, das sind
wir selbst, bzw. die Steine,
die wir uns in den Weg gelegt haben.
Viele Steine, die wir
uns in den Weg legen,
sind kleine Kiesel. Allein die Art, wie wir sie
anschauen, lässt sie zu Felsbrocken wachsen:
die Sorge um unser Ansehen, die Angst zu kurz
zu kommen. Je wichtiger wir uns nehmen,
desto größer werden die Steine.
Dennoch, diese Steine
können relativ leicht
aus dem Weg geräumt werden. Wir müssen lediglich
aufhören uns selbst zum Maß aller Dinge zu machen,
und schon schrumpfen die Hindernisse auf Normalmaß
und halten uns nicht mehr auf.
Dann gibt es da aber noch die gewaltigen Brocken: Krankheit, Sorge um
den Arbeitsplatz, die gefährdete Beziehung. Dies sind Steine, die wir
alleine
nicht bewegt kriegen. Aber es gibt einen,
der kann helfen. Dieser eine ist Gott.
Ostern feiern wir die
Auferstehung des Totgeglaubten,
das Unmögliche wird wahr. Dieser Festtag ist der Tag
des Feierns. Viel wichtiger noch sind die Alltage,
die Ort seiner Fürsorge.
Versuchen wir einmal, unsere
Tage statt mit
ängstlicher Sorge zu beginnen, einfach mit
Bitten und Dank zu empfangen. Versuchen wir,
Gott nicht zu klein zu denken. Denn machen
wir ihn klein, wachsen die Kiesel auf dem Weg
zu Hinkelsteinen. Trauen wir ihm viel zu,
werden wir die Kraft empfangen Berge zu überwinden.
(nach
einer Idee von Michael Tillmann)
Es
grüßt Sie herzlich
Pfarrerin Heike Oberwelland
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