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Interview mit Heike Oberwelland

Bei ihr zu Hause ist immer was los. Dafür
sorgen die drei Kinder Esther (12), Aaron (10), Judith (9) und neuerdings Rocky, ein weißer
Schäferhundmix. Ehemann Hermann,
Dipl. Agraringenieur, hat seine berufliche Karriere zurückgestellt und entlastet
zu Hause als begeisterter Hausmann die viel beschäftigte
41-jährige Pfarrerin der Trinitatis-Kirchengemeinde. 


Heike Oberwelland mit Schäferhundmix "Rocky"

Wo haben Sie Ihre Jugend verbracht?
Ich bin im Münsterland geboren, in Coesfeld. Nach dem Besuch der Ev. Grundschule, in der meine Mutter als Lehrerin gearbeitet hat, ging ich in ein kath. Gymnasium. Ich hatte dort zwar regelmäßig ev. Religionsunterricht, musste aber, wie alle anderen Mitschüler, an den kath. Wochenmessen teilnehmen. Ab der 11. Jahrgangsstufe wechselte ich dann ins städt. Gymnasium, weil ich dort ein größeres Angebot an Wahlfächern hatte.

 Wie ging es dann weiter?
Während meiner Schulzeit habe ich bereits viel Erfahrung in der Gemeindearbeit gesammelt. Ich habe im Kindergottesdienstteam und am Gemeindebrief gearbeitet, Freizeiten begleitet, Kinder- und Jugendgruppen geleitet - das übliche kirchlich sozialisierte Programm. Nach dem Abi habe ich ein sozialpädagogisches Praktikum in einem Seniorenwohn- und Pflegeheim absolviert. Während dieser Zeit habe ich mich für das Theologiestudium entschieden.

Wo haben Sie dann studiert?
Zunächst musste ich zwei alte Sprachen nachlernen. Das Graecum und Hebraicum habe ich in Berlin an der Kirchlichen Hochschule erworben. Danach habe ich an den Universitäten in Göttingen und Münster studiert. Meinen Mann habe ich übrigens während eines Tanzkurses an der Uni kennen gelernt. Zwei Jahre später haben wir geheiratet. Während des Vikariats in Hildesheim, der Berufung und Ordination in Billerbeck-Nottuln und der Entsendung in den Dienst bei der Ev. Jugendhilfe Schweicheln, kamen unsere Kinder zur Welt. Seit 2000 bin ich in Heven tätig.

 Was liegt Ihnen in Ihrer Gemeindearbeit besonders am Herzen?
Die Einzelseelsorge ist ein ganz wichtiger Aspekt meines Berufes. Fast alles im Leben hat eine religiöse Dimension. Daneben ist die Jugendarbeit ein Arbeitsschwerpunkt. Gerade in diesem Bereich können wir mit innovativen Ideen Kinder unterstützen und Familien entlasten. Gott hat uns die Kinder anvertraut, sie sind die Zukunft unserer Gesellschaft!  Natürlich kann eine gut funktionierende Arbeit mit Kindern und Jugendlichen nur mit Unterstützung vieler Ehrenamtlicher leben. Die wiederum brauchen Ansprechpartner. Ich freue mich, dass wir dafür wieder einen Jugendreferenten im Haus haben.

 Haben Sie ein Hobby?
Ja, ich bewege mich gern. Ich laufe jeden Morgen etwa 5 km durch die Gemeinde. Neuerdings in Begleitung unseres Hundes Rocky.


GESPRÄCH
Karin Trampisch

trampisch@trinitatis.org

 

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letzte Aktualisierung dieser Seite: 12-04-07
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