zurück zur Startseite

News/Termine    Gottesdienste    Kontakte    Kindergärten    Jugend    Kultur    Gruppen

.
  News
   
Presbyterium
    Andacht
    Einladungen
   
Berichte
   
Interviews
    News-Archiv

  Termine
  
Termin-Vorschau
   Wochenüberblick
   nach Zielgruppen

  Startseite
  Bildergalerie
  Gästebuch
  Links
  Impressum

  Suchen



Interview mit Julia Kast und Lisa Hieb

Sie sind das Herz der multikulturellen
Tanztheatergruppe „Abrakadabra"
mit Migrationskindern und Jugendlichen.
Die 39-jährige „Tante" Julia,

gebürtige Russin aus Tadgikistan,
ist Theaterregisseurin. „Tante" Lisa,
31 Jahre alt, geboren in Kasachstan,
ist Musikpädagogin. Die professionelle
Arbeit der Beiden fand im Jahr 2002
große Beachtung, als das Tanztheaterstück „Trotz allem" bei einem bundesweiten Integrationswettbewerb zu den
ausgezeichneten Projekten gehörte, 
die durch Bundespräsident
Johannes Rau im Schloss Bellevue
in Berlin gewürdigt wurden.

 

Wieso die Anrede „Tante"?
Das ist in Russland die übliche Anrede von Kindern
zu erwachsenen Frauen.

Wie hat eigentlich alles angefangen?
So richtig angefangen hat alles 1996 auf dem
Gemeindefest der Auferstehungskirche. Frau Kunze
hatte uns für einen Auftritt gebucht und uns
anschließend eine Heimat in den Jugendräumen
des Gemeindehauses an der Oberkrone vermittelt.
Seither proben wir dort mehrmals in der Woche
mit zurzeit ca. 50 Kindern. Es hat immer 
Menschen gegeben, die an uns geglaubt haben
und uns immer wieder geholfen haben.

Man sagt Ihnen ein strenges Regiment nach.
Wir legen großen Wert auf Disziplin und die
regelmäßige Teilnahme an den Proben, damit
keiner ohne Tanzpartner da steht. Wir denken
und arbeiten im Team. Die Kinder sollen sich
untereinander respektieren, füreinander da sein,
echten Teamgeist und Freundschaft
untereinander entwickeln. Jeder ist wichtig.
Unsere Devise heißt: Mensch muss man bleiben.

Gibt es auch mal Konflikte?
Ja natürlich. Wir haben zum Beispiel immer
pubertierende Jugendliche dabei und sind dadurch
schon gute Psychologinnen geworden. Wir selber
müssen immer wieder lernen loszulassen, wenn die
Großen, bedingt durch Schulabschluss und
Ausbildung, nicht mehr regelmäßig kommen können.
Das ist ein schmerzlicher Prozess.

Wie kommen Ihre Stücke zustande?
Wir versuchen möglichst alle halbe Jahre etwas
Neues zu machen. Zuerst haben wir eine Idee,
da muss es bei uns „klick" machen. Bei Musik
und Text hilft uns meist ein „alter Hase", ein
Ehemaliger. Die Choreografie und Kostümierung
denken wir uns selber aus. Meist haben unsere
Aufführungen einen politischen Hintergrund.
Das ist schon deshalb wichtig, damit wir 
Fördergelder für unsere integrative Arbeit gegen
den Rassismus bewilligt bekommen.

Wie geht es weiter?
Wir hoffen, dass unser Gemeindehaus nicht aus
finanziellen Gründen geschlossen werden muss
und unsere Arbeit in den Jugendräumen weiter
gehen kann. Aber zunächst laden wir ein zur
Aufführung von „Verdammte Vogelscheuche"
am 4.11. um 18 Uhr in der Christuskirche.


GESPRÄCH
Karin Trampisch

trampisch@trinitatis.org

 

zur Homepage der "Creativen Kirche"

zur Homepage von "Kultur auffem Hügel"

zur Homepage der "Gemeindejugend Heven"

zur Homepage des "CVJM Heven"

zur Homepage des Musicalprojekts "Heaven Fun"

zur Homepage des "Kirchenkreis Hattingen-Witten"

zur Homepage der "Evangelischen Kirche von Westfalen"

Disclaimer

letzte Aktualisierung dieser Seite: 03-01-07
Impressum: Evangelische Trinitatis-Kirchengemeinde Witten, Steinhügel 38, 58455 Witten
info@trinitatis.org