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Interview mit Ingo Neserke

Ingo Neserke leitet seit Anfang Februar den Kirchenkreis Hattingen-Witten. 6 Jahre seiner Kindheit (geboren in Iserlohn) verbrachte Neserke in Südafrika. Dort arbeiteten seine Eltern in der Missionsstation „Lobetal“. Die Landessprache „Sesoto“ beherrscht er nicht mehr, die Vorliebe für Afrika ist geblieben. Den Zivildienst leistete Neserke in Tansania. Auch während des Studiums der Theologie, Politologie und Soziologie in Bielefeld, Heidelberg und den USA war er immer wieder in kirchliche Projekte im Ausland eingebunden. Häufig arbeitete der ehemalige Waldorfschüler dort als Schreiner oder Maurer. Der 40-jährige Theologe kann sich rühmen, derzeit der jüngste Superintendent der westfälischen Landeskirche zu sein. Zusammen mit seiner Frau, Pfarrerin in Bommern, hat er zwei Kinder, Nikolas (3½ Jahre alt) und Felicitas (2 Jahre alt).

Was hat sich seither 
in Ihrem Berufsleben verändert?

Ich muss neu und ganz anders die langfristige Zukunft der Kirche planen, als bisher als Gemeindepfarrer der Johanniskirche. Einen Schwerpunkt setze ich auf intensive persönliche Gespräche mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und Ehren-amtlichen. Dafür fehlt mir der unmittelbare Kontakt zu den Gemeindegliedern, weil ich keine regelmäßigen Gottesdienste mehr halten kann. Das bedauere ich sehr. Natürlich ist es auch bedrückend, wenn wir jungen Menschen, die sich in der Kirche beruflich engagieren wollen keine gesicherte Perspektive zusichern können.

Welche Ziele haben Sie sich 
für die nächste Zeit gesteckt?

Wir
haben dieses Ziel schon zusammen erreicht! Auf der Sommer-Synode haben wir beschlossen: „Auf allen Ebenen des Kirchenkreises eine Konzeption zu erstellen und ein Fundraising-Konzept zu realisieren“. Das Tolle an unserem Kirchenkreis ist, dass sich alle Gemeinden und kirchlichen Dienste bereits dieser zukunftsweisenden Ar-beit stellen und sie mit ihrem Einsatz Menschen für das Evangelium gewinnen. Die fusionierte Kirchengemeinde Trinitatis ist ein gutes Beispiel dafür.

 Also gibt es noch Hoffnung f
ür die evangelische Kirche?

Auch wenn die Rahmenbedingungen schwierig sind, bin ich sehr zuversichtlich, dass wir „Kirche mit Zukunft“ gestalten können.

Haben Sie noch Zeit für das gemeinsame
Hobby Tanzen mit Ihrer Frau?

Zurzeit leider nicht. Ich habe meine Frau übrigens als Student bei einer Tanzveranstaltung der Uni Heidelberg kennen gelernt. Wir haben lange Zeit auf Vereinsebene getanzt. Momentan ist es eher schwierig einen gemeinsamen Termin zu finden.


GESPRÄCH
Karin Trampisch

trampisch@trinitatis.org

 

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Disclaimer

letzte Aktualisierung dieser Seite: 14-10-06
Impressum: Evangelische Trinitatis-Kirchengemeinde Witten, Steinhügel 38, 58455 Witten
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