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In Heven ist er bekannt wie ein
bunter Hund. Und wer die evangelische Kirchengemeinde in Heven kennt,
der hat mit ihm zu tun gehabt. Nach über 20-jährigem Dienst als
Jugendreferent im Gemeindehaus am Steinhügel verlässt Michael „Micki“
Wohlfahrt Ende August die Gemeinde, um sich voll und ganz seiner
Leidenschaft, dem Kabarett, widmen zu können.

Micki Wohlfahrt in seiner Paraderolle
als
Karl Koslowski, dem "Missionar zur Rettung
vom Ruhrgebiet"
Seit dem 1. Mai 1986
arbeitete Micki Wohlfahrt hauptamtlich in der Kinder- und Jugendarbeit
in Heven. Doch als Hevener Kind hatte er schon weit vorher lange Zeit
ehrenamtlich in den Gemeindegruppen mitgemacht. Der damalige Pfarrer
Friedrich Edelhoff hatte ihn bewogen, auch nach der Konfirmation in
der Kirchengemeinde Heven (die seit dem 1.1.2006
Trinitatis-Kirchengemeinde Witten heißt) aktiv zu bleiben. Nur
unterbrochen von seiner Zeit des Studiums der Sozialarbeit in
Dortmund, kehrte Micki Wohlfahrt bald zurück und löste die damalige
Jugenddiakonin Silvia Hecker als Verantwortlicher für die
Jugendarbeit ab.
Doch was waren das
wahrlich für himmlische Zeiten damals: aus den Kirchen trat noch kaum
jemand aus, die Gemeinde schwammen sozusagen noch im Geld. Und die
traditionelle Gruppenarbeit mit festen Teilnehmern stand im
Vordergrund der Arbeit. Als wichtiger Teil und ein Markenzeichen der
Arbeit entwickelte sich die alljährliche integrative Kinderfreizeit für
behinderte und nichtbehinderte Kinder, die die Evangelische
Gemeindejugend Heven bis 2004 insgesamt 19 mal durchgeführt hat. Und
auch der Weltkindertag ist mit Micki Wohlfahrt im Kalender der Hevener
Veranstaltungen mittlerweile zur Tradition geworden. In diesem Jahr am
24. September ab 11 Uhr wird er bereits zum 12. Mal rund um die
Hevener Kirche am Steinhügel gefeiert. In der heutigen Zeit geht der Trend
eindeutig hin zur Projektarbeit, in der sich die Besucher nur noch
recht kurzzeitig binden wollen. Doch auch hier war die Hevener
Jugendarbeit immer auf der Höhe der Zeit und entwickelte Projekte wie
das Kindermusical „Immerweiß und Kunterbunt“ oder das
Jugendmusical „Heaven fun“.

Michael Wohlfahrt während eines
Konfirmations-Gottesdienst 2006
Zusätzlich hat sich
der Schwerpunkt der Arbeit mittlerweile auch auf die Kulturarbeit vor
Ort ausgeweitet. Daran ist nicht zuletzt Micki Wohlfahrts große
Leidenschaft für das Kabarett Schuld. Kulturveranstaltungen gab es in
den letzten 20 Jahren immer wieder einmal im Hevener Gemeindehaus,
doch mit der Reihe „Kultur auffem Hügel“ hat Micki Wohlfahrt dem
ganzen einen festen Rahmen gegeben. Ein Mal monatlich sind Künstler
aus dem kirchlichen und weltlichen Kabarettbereich auf der Hevener Bühne
bei nettem Ambiente zu Gast. Micki Wohlfahrt kennt sie alle persönlich
– und hat sich mittlerweile selber einen Namen auf der Bühne
gemacht.
Zusammen mit seinem
Herbeder Kollegen Thorsten Schröder ist er seit 1998 das „Klerikale
Kabarett Kommando“ – kurz K3. Seither sind 4 verschiedene
kirchliche Kabarettprogramme entwickelt worden und auf die Bühnen der
Nation gekommen. Die Auftrittsorte reichen inzwischen weit über das
Ruhrgebiet hinaus, nicht zuletzt bei den evangelischen Kirchentagen
war K3 immer wieder vertreten. Seit 2004 ist Micki Wohlfahrt auch auf
Solopfaden unterwegs und präsentiert hier nun bereits sein 2.
Programm. „Das glaubt dir keiner“, sagt Micki Wohlfahrt immer
wieder, „dass viele Dinge, die ich auf der Bühne zeige real in
Kirchengemeinden passieren.“ Und er fügt hinzu: „Kabarett zu
spielen ist die beste Möglichkeit, das zu verarbeiten, was einem alltäglich
bei Kirchens widerfährt.“

Micki Wohlfahrt und sein Kollege
Thorsten Schröder
bei einem K3-Auftritt während des Kirchentags
in Hannover 2005.
Michael Wohlfahrt wird
im Gottesdienst
am 27. August um 11 Uhr in der evangelischen Kirche in Heven
(Steinhügel 38)
offiziell aus seinem Dienst verabschiedet.
Einen Bericht der
Ruhrnachrichten über die Abschiedsparty für Micki Wohlfahrt finden
Sie hier.
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