Ihr
seid alle
durch den Glauben
Gottes
Kinder in
Jesus Christus
(Galater 3,26)
Liebe
Gemeindeglieder!
In unserem Land werden immer weniger
Kinder geboren. Kinder machen Angst, sagen Experten. Wer einen
Arbeitsplatz hat, fürchtet um denselben und wer keinen
hat, fürchtet sowieso den Blick auf das klamme Konto. Manchmal scheint
es, als gebe es parallele Welten:
eine mit Menschen, die Kinder haben, sie über alles lieben
und oft glücklich leben und eine mit Menschen,
die keine Kinder haben und sie eher fürchten. Religiöse Menschen,
sagten Statistiker, haben oft mehr Kinder
und leben in Familienverbünden.
Erinnern wir uns, was
es bedeutet, Kind zu sein:
Es heißt zu spüren, ich bin angewiesen auf andere, ich
brauche Liebe, heißt neugierig und unbeschwert zu sein.
Der Satz des Paulus
im Brief an die Galater könnte
demnach auch heißen: Ich glaube, und will nicht
ohne Gott leben, auf den ich angewiesen bin, der mich
liebt und ernst nimmt, der mich geduldig begleitet.
Und soviel steht
fest: Es ist nicht schlimm,
angewiesen zu sein. Vielmehr: Es lebt sich besser,
wenn klar ist, dass man immer angewiesen bleibt.
Wer sich angewiesen weiß, lebt behutsamer.
Ich bete, dass Gott
mir zeigt, wie gut er es mit
mir meint. Ich bete, dass Menschen mir zeigen,
dass sie es gut mit mir meinen, und dass es mir gelingt,
anderen dies zu sagen. Lebenslang sind wir Kinder.
Glaubende bleiben Kinder. Gott wird helfen,
dass wir trotz des Furcht Machenden glücklich leben.
Ihre Pfarrerin
Heike Oberwelland
oberwelland@trinitatis.org
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