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Die Kinder und Erzieherinnen des Kindergartens Christuskirche an der
Sandstraße verbrachten in den letzten Wochen jeden Tag auf dem
Hohenstein in Witten. Die Waldwochen sind eine Reaktion auf die veränderten
Lebensbedingungen unserer Kinder. Denn Naturerlebnisse wie das Räubern
im Wald, mit seinen Freunden durch Wald und Wiesen toben und glücklich
im Dreck zu spielen, fehlen heute immer mehr.
Stattdessen
ersetzt der Fernseher oder der Computer den besten Freund oder die
Freundin. Statt über Stock und Stein zu springen, verbringen die
Kinder Stunden allein mit ihrem Gameboy. Schon die Terminkalender der
ganz Kleinen sind oft so voll mit Terminen, wie Tanz-, Schwimm-,
Fremdsprachenkursen und Reitstunden, dass
kaum mehr Zeit zum freien Spiel bleibt. Das bleibt nicht ohne Folgen:
68% der Kinder haben Haltungsschwächen, 30% sind übergewichtig, 35%
weisen zu geringe koordinative Fähigkeiten auf.

Kinder aus dem Kindergarten
Christuskirche
bei der Suche nach den Waldwichteln
Die
Naturpädagogik versucht, dem mit einfachem, elementarem Leben
entgegenzuwirken. Die Kinder erfahren ganzheitliches Lernen mit allen
Sinnen, mit dem Körper werden alle Ebenen der Wahrnehmung
angesprochen. Die Kinder erleben die Natur und Pflanzenwelt in ihrer
ursprünglichen Umgebung kennen und verantwortungsvoll mit ihr
umzugehen. Das Kennenlernen einheimischer Tiere ist für die heutige
Generation unserer Kinder keine Selbstverständlichkeit mehr.

Die Vorschulkinder aus dem Kindergarten
Christuskirche besuchten vor kurzem die Polizeiwache in Witten
Die
Grundziele, die der Kindergarten Christuskirche verfolgt, wie z.B. die
Förderung von Motorik, Ausdauer und Konzentration, sowie der
Aufenthalt im Freien zur Stärkung der Abwehrkräfte, konnten im
Waldprojekt intensiv verfolgt werden. Für Kinder und
Erzieherinnen steht schon jetzt fest, dass sie diese Erfahrung zu
gegebener Zeit wieder erleben möchten.
Cordula
Hegger, Birgit Hoh
(Erzieherinnen im
Kindergarten Christuskirche)
kiga.christuskirche@trinitatis.org
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